Bundesministerin übernimmt Schirmherrschaft für RoboCup German Open 2026
Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, finden vom 10. bis 14. März 2026 die RoboCup German Open auf dem Gelände der Koelnmesse statt, parallel zur didacta Bildungsmesse.
19. Februar 2026

Die RoboCup German Open zählen zu den wichtigsten europäischen Plattformen für Künstliche Intelligenz und Robotik und verbinden Spitzenforschung, technologische Innovation und Nachwuchsförderung. In diesem Jahr präsentieren vom 10. bis 14. März 2026 im Rahmen der didacta Bildungsmesse in Köln mehr als 1.000 Teilnehmende selbst entwickelte intelligente Robotersysteme in praxisnahen Wettbewerben. In den Major-Ligen werden über 50 Teams von Universitäten und Fachhochschulen aus Deutschland, Europa und Übersee erwartet, darunter mehrere amtierende Weltmeister. Parallel treten im Junior-Finale rund 200 Schulteams an, die sich zuvor in neun regionalen Wettbewerben aus ganz Deutschland qualifiziert haben.
Mit ihrer Schirmherrschaft unterstreicht die Bundesforschungsministerin die strategische Bedeutung der Robotik und KI für Innovationskraft, technologische Souveränität und Fachkräfteentwicklung in Deutschland. "Der RoboCup ist mehr als ein Wettbewerb – er ist das Zukunftslabor unserer KI-basierten Robotik! Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die RoboCup German Open 2026 als Schirmherrin zu unterstützen“, so Bundesministerin Bär. „Ganz im Sinne der Hightech Agenda Deutschland sind sie ein Sprungbrett für junge Innovatorinnen und Innovatoren, die die Zukunft der Robotik gestalten wollen. Über 1.000 junge Menschen kommen hier zusammen und verwandeln Algorithmen und Technik in ein spannendes Turnier. Damit wird Köln in diesen Tagen das Zentrum der KI-basierten Robotik in Deutschland."
Intelligente, autonome Roboter hautnah erleben
Bereits am 10. März 2026 kann die Öffentlichkeit Aufbau, Tests und erste Trainings beobachten. Die Major-Wettbewerbe starten am 11. März, die Junior-Wettbewerbe am 12. März, bevor am 14. März die Finalspiele aller Ligen stattfinden. Besucherinnen und Besucher erleben unter anderem humanoide Roboter beim autonomen Fußballspiel, Rettungsroboter für Katastrophen- und Einsatzszenarien, Serviceroboter für Haushalt und Alltag sowie intelligente Industrie- und Produktionssysteme. Die Wettbewerbe zeigen anschaulich, wie autonome Robotik zunehmend praktische Anwendungen in Industrie, Alltag und Gesellschaft findet.
Neue Wettbewerbsstruktur 2026: stärkere Bündelung von Kompetenzen
Eine zentrale Neuerung betrifft den RoboCup-Fußball: International werden die bisherige Standard Platform League und die Humanoid League (KidSize) erstmals zu einer gemeinsamen Humanoid Soccer League zusammengeführt. Damit rücken autonome humanoide Roboter mit komplexen Fähigkeiten wie dynamischer Fortbewegung, Wahrnehmung und Entscheidungsfindung stärker in den Mittelpunkt.
Auch in der industriellen Robotik entsteht eine neue Struktur: Die bisherigen Ligen @Work und Logistics werden in der Smart Manufacturing League (SML) gebündelt. Ziel ist es, Entwicklungen in autonomer Produktion, Logistik und intelligenter Fertigung realistischer abzubilden und technologische Synergien besser zu nutzen.

Plattform für Innovation, Bildung und Technologietransfer
Die RoboCup German Open fördern wissenschaftlichen Austausch und Technologietransfer, die praxisnahe Ausbildung zukünftiger KI-Fachkräfte, die Weiterentwicklung technischer und überfachlicher Kompetenzen und geben wichtige Impulse für Innovation, Wirtschaft und Gesellschaft. Ehemalige Teilnehmende gründen Start-ups, treiben Innovationen in Unternehmen voran oder prägen Forschung und Entwicklung in der Robotik nachhaltig. Damit leisten die RoboCup German Open einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung intelligenter Robotik sowie zur Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte im Zukunftsfeld Künstliche Intelligenz.
„Die RoboCup German Open fördern die im internationalen Wettbewerb wichtige nächste Generation an Innovationen sowie an Talenten in der Robotik und KI in Deutschland auf unterschiedlichen Stufen. Dabei wird die gesamte Bildungskette von Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse bis hin zu Studierenden, Promovierenden und Postdoktoranden unter einem Dach adressiert. Diese Nachwuchstalente sind entscheidend für den Transfer von Innovationen über Köpfe in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.“, erklärt Prof. Dr. Oskar von Stryk vom deutschen RoboCup-Komitee und Veranstalter TU Darmstadt.
Parallel zu den RoboCup German Open 2026 findet vom 11. bis 13. März auf der Koelnmesse mit der 2. German Robotics Conference die führende Fachkonferenz zum Thema KI-gestützte Robotik statt, die vom Robotics Institute Germany organisiert wird. Die Konferenz bringt führende Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups zusammen, um die Verbindung zwischen Forschung, Innovation und Technologietransfer zu stärken und bietet aktuelle Einblicke in die Zukunft der intelligenten Robotik.
In diesem Jahr werden die RoboCup German Open im Rahmen der didacta 2026 ausgetragen. Als größte und wichtigste Bildungsmesse Europas, mit über 740 Ausstellenden und rund 65.000 Besucherinnen und Besuchern, präsentiert die didacta alle relevanten Bildungsthemen und fördert den Dialog in der Bildungswirtschaft. Die didacta bildet alle Segmente von der frühkindlichen über die schulische Bildung inklusive der außerschulischen Einrichtungen bis hin zur beruflichen Aus- und Weiterbildung ab. Damit fördert sie das lebenslange Lernen. Gleichzeitig fungiert die Messe als größte europäische Weiterbildungsveranstaltung und zentraler Branchentreffpunkt für pädagogische Fachkräfte, Bildungsanbieter, Entscheidungstragende sowie Interessierte, um gemeinsam die Zukunft der Bildung zu gestalten.
Die RoboCup German Open 2026 werden von RoboCup-Komitee Deutschland und der Technischen Universität Darmstadt mit Unterstützung der WorldSkills Germany und im Austausch mit dem Robotics Institute Germany durchgeführt. Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Maßgeblich unterstützt wird sie darüber hinaus von der Hans und Ria Messer Stiftung. Darüber hinaus unterstützen zahlreichen Partner, Förderer und Sponsoren die Durchführung der RoboCup German Open 2026, darunter die Gisela und Erwin Sick Stiftung.
Foto Bundesministerin: Bundesregierung / Steffen Kugler

